SSH als sicheren Netzwerk-Tunnel nutzen

SSH kann wirklich eine ganze Menge, u.a. entfernte Shell-Sessions aufbauen, Dateien übertragen (scp/sftp) oder X-Anwendungen auf den eigenen X-Server umleiten. Dabei wird der komplette Traffic verschlüsselt und optional auch komprimiert.

Vor kurzem habe ich auch herausgefunden, dass sich SSH wie ein SOCKS-Proxy verhalten kann, d.h. Traffic der darüber geht, wird an einen entfernten Rechner weitergeleitet (getunnelt) und die Verbindung von dort aus aufgebaut. Sinn macht das z.B. bei öffentlichen ungesicherten WLAN-Hotspots, wo nicht verschlüsselte Verbindungen (HTTP, IMAP, POP3 ohne SSL-Verschlüsselung) problemlos abgehört werden können. Aber auch in anderen Netzwerken, denen man nicht 100%ig trauen kann oder welchen mit sehr restriktiven Firewall-Regeln kann man damit sichere Verbindungen nach draußen aufbauen.
Voraussetzung ist allerdings, dass man auf einem Server Shell-Zugriff besitzt (siehe auch hier).

Der Befehl zum Aufbauen des Tunnels lautet dann:

ssh -fND 1234 user@server

Nach erfolgreicher Authentifizierung (via Passwort, Zertifikat oder beidem) geht SSH in den Hintergrund und wartet auf Port 1234 auf eingehende Verbindungen. Programme mit Proxy Support (wie z.B. Firefox, Thunderbird) können jetzt über localhost:1234 abhörsichere Verbindungen aufbauen.

Für Programme ohne SOCKS Support gibt es jedoch auch eine Lösung, um den SSH-Tunnel zu nutzen: tsocks.
Tsocks ersetzt beim jeweiligen Programm die aufgerufenen connect() Systemcalls durch eine eigene Funktion mit Unterstützung für SOCKS-Proxies.
So ist es möglich mit den beiden Tools SSH und tsocks den gesamten Netzwerktraffic sicher über einen vertrauenswürdigen Server zu leiten.

Mit etwas mehr Aufwand ist es dann sogar möglich bei kostenpflichtigen Hotspots eine Verbindung ins Internet aufzubauen, indem die SSH-Verbindung wiederum über DNS getunnelt wird (vorausgesetzt DNS-Lookups sind möglich).
Eine genauere Erklärung und Anleitung gibt es auf dnstunnel.de.

Videobearbeitung mit Avidemux

Avidemux ist ein freies und plattformunabhängiges Videoschnittprogramm (läuft unter Linux, Mac OSX und Windows).
Ich habe es gestern zum ersten Mal richtig verwendet um meine TV-Aufnahmen von OnlineTvRecorder.com zu verbessern. Es ist intuitiv bedienbar, auch wenn man kein Experte in Videobearbeitung ist (so wie ich), sodass man sehr schnell zu Ergebnissen kommt.

Unterstützt werden alle gängigen Codecs und Containerformate, da u.a. auf die Fähigkeiten von FFmpeg zurückgegriffen wird, sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben.

Nach dem reinen Entfernen von Werbung und überflüssigen Aufnahmepuffern an Anfang und Ende wurde die Dateigröße der Aufnahme von Star Wars Episode V - Das Imperium schlägt zurück von 1006 MB auf 450 MB verringert (ohne Umcodierung!)
Avidemux hat außerdem noch sehr nützliche Filter (u.a. vom Mplayer-Projekt übernommen), mit denen es z.B. möglich ist, das Senderlogo oder die schwarzen Balken zu entfernen. Das Anwenden dieser Filter ist übrigens auch sehr einfach: man wählt in einer nach Kategorie sortierten Liste den gewünschten Filter (der mit einer kleinen Beschreibung versehen ist) aus; über einen Konfigurationsdialog nimmt man weitere Einstellungen wie z.B. die Position und Größe des Senderlogos vor (wobei man sich an einem Kästchen im Vorschaubild orientieren kann).

Am Ende der Bearbeitung wählt man noch den gewünschten Video- und Audio-Codec aus und muss nur noch abspeichern, um mit dem Neucodieren zu beginnen (einfaches Rausschneiden von Bildern/Szenen erfordert kein neues Codieren und geht sehr zügig; beim Anwenden von Filtern dagegen ist das nicht vermeidbar). Nach ca. 1,5 Stunden Umcodierung hatte ich endlich das Endergebnis: einen Film ohne Werbeunterbrechnung und ohne störendes Senderlogo (das überraschend gut herausgerechnet wurde) mit gerade mal 371 MB am Ende (obwohl die Qualität gleich geblieben ist).

Was mir an Features noch fehlt, wäre eine automatische Werbeerkennung (z.B. über den Wechsel vom 16:9 ins 4:3 Format).
Es gibt allerdings auch Funktionen die ich noch nicht getestet habe, aber auch sehr nützlich sind: Berechnung der resultierenden Dateigröße vor dem Codieren; automatische Reduzierung der Qualität oder Aufteilen auf mehrere Dateien bis eine bestimmte Größe erreicht wird (CDs, DVDs, ...); Umwandeln ins (S)VCD oder DVD-Format.

In Zukunft werde ich Avidemux auf jeden Fall noch öfter benutzen.

Siehe auch: Wikipedia über Avidemux

Neue Spinnereien der Filmindustrie

Vor einiger Zeit wurde der Processing-Key zum Entschlüsseln aktueller HD-DVDs entdeckt. Diese sind normalerweise mit dem AACS-Kopierschutz digital geschützt (DRM) und können nur mit einem gültigen Key (wird über das Internet ermittelt oder von spezieller lizenzierter Software berechnet) ausgelesen werden. Mit diesem Key ist es möglich freie Software zu entwickeln, die HD-DVDs abspielt oder Backups erstellen kann (letzteres gibt es mittlerweile schon).
Das AACS-Konsortium ist darüber natürlich nicht glücklich und hat mehrere Webseiten inklusive Google wegen Copyright-Verletzungen abgemahnt die Schlüssel und alle Links zu diesen zu entfernen.

Das Witzige daran ist, dass der Schlüssel einfach eine 16 Byte lange Zahl ist:
09 F9 11 02 9D 74 E3 5B D8 41 56 C5 63 56 88 C0 (dezimal: 13256278887989457651018865901401704640)

Ziemlich bescheuert, wer denkt darauf ein Copyright zu haben. Die Zahl gab es schließlich schon seeeehr lange vor den ersten HD-DVDs und ein kreatives Werk kann ich daran auch nicht erkennen.

Mittlerweile wurde der Key übrigens ausgetauscht, sodass neu erscheinende HD-DVDs nicht mit dem alten abzuspielen sind. Es ist aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser ermittelt ist.

Quellen:
Wikipedia/HD-DVD, Heise, Golem, Wired

Filme über Linux und GNU

Vor kurzem bin ich im Internet Archive auf eine Dokumentation gestoßen, die ich vor Jahren mal gesehen habe: Codename: Linux.
Darin geht es um die Entstehungsgeschichte von Linux und das GNU-Projekt.

Eine weitere Dokumentation mit ähnlichen Inhalten (allerdings nur in Englisch verfügbar) ist Revolution OS.

Beide Filme enthalten zahlreiche Interviews mit bekannten Linux-Entwicklern und den Initiatoren der OpenSource-Bewegung (u.a. Linus Torvalds, Richard Stallman, Eric S. Raymond) und geben einen interessanten Einblick in die Anfänge von GNU und Linux.

Apropos Richard Stallman... Hier gibt es ein Video in dem er den Free Software Song singt. Cool

Star Trek Reloaded

Wie Paramount meldet, soll Star Trek XI an Weihnachten 2008 in die (amerikanischen) Kinos kommen. Wie der neue Film genau heißen wird ist noch nicht bekannt.
Produzent und Regisseur wird J. J. Abrams, der u.a bei Mission: Impossible 3 Regie geführt und auch beim Drehbuch der Erfolgsserie Lost mitgewirkt hat.

Obwohl dieser Film mit einer neuen Crew ausgestattet sein wird, freue ich mich jetzt schon auf das Erscheinen.
Langsam wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen neuen Star Trek Film! Eye-wink

(gefunden bei SF-Radio.net)

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