NetHack

NetHack ist ein relativ altes Rollenspiel, das meistens auf einem ASCII-Interface gespielt wird (siehe Screenshots im Anhang).
Ziel des Spiels ist das Erkunden eines Dungeons und das Finden des Amulet of Yendor.

NetHack ist das komplexeste Spiel, das ich kenne. Angeblich hat das DevTeam (Entwickler von NetHack) wirklich an jede Kleinigkeit gedacht, weshalb es praktisch unmöglich ist wirklich alles zu entdecken. Man erlebt bei jedem Spiel immer wieder neue Überraschungen.
Außerdem ist bei jedem Zug der Zufallsgenerator aktiv. Fast jedes Level des Dungeons wird (innerhalb eines bestimmten Rahmens) völlig zufällig generiert. Auch das Auftreten von Gegenständen und Monstern ist komplett vom Zufall gesteuert. Dadurch wird jedes neue Spiel einzigartig und es wird nur selten langweilig (auch wenn man mal stirbt und deswegen von vorne beginnen muss).

Bei NetHack ist der Schwierigkeitsgrad überwiegend vom Spielcharakter abhängig. Für Einsteiger wird oft eine Walküre empfohlen, da diese die stärksten Charaktere sind und mit einem guten Anfangsinventar starten. Fortgeschrittene Spieler können sich auch schon an Charaktere wagen, die nicht ganz so stark sind, aber die Magie beherrschen. Daneben gibt es auch noch Charaktere die weder stark sind, noch gute Zauberfähigkeiten haben und nur ein schlechtes Anfangsinventar. Wer damit NetHack durchspielen kann, der darf sich dann auch Profi nennen. Das wird für mich aber noch ein weeeeeiter Weg Eye-wink.

Am 4. Dezember 2005 habe ich es endlich zum ersten Mal geschafft, das Amulett zurück zu bringen (Ascension mit Val-Hum-Fem-Law), obwohl ich vorher auch schon viele Monate gespielt habe.
Bis heute ist es mir nicht mehr gelungen, das zu wiederholen Sad.
Weitere Details zu meiner ersten Ascension gibt es im Dumplog.

Man muss NetHack natürlich nicht mit dem ASCII-Interface spielen, sondern kann auch eines von vielen grafischen Frontends nutzen (z.B. noegnud). Allerdings macht es wirklich viel mehr Spaß nur im Textmodus zu spielen, da es einfach übersichtlicher ist (man hat eine gesamte Ebene im Blick und sieht sofort irgendwelche Veränderungen) und man dadurch viel schneller spielen kann, und keine Grafik je so gut sein wird, wie die eigene Fantasie Eye-wink.

NetHack ist zwar nicht Multiplayerfähig, es gibt aber eine Möglichkeit das Spiel über sog. Bonefiles von anderen Spielern zu beeinflussen. Wenn ein Spieler stirbt, wird in bestimmten Situationen ein Bonefile angelegt, das das gesamte Level zum Todeszeitpunkt des Spielers inklusive der darin enthaltenen Monster und Gegenstände abspeichert.
Die Bonefiles können beliebig mit anderen Spielern getauscht werden. Wenn man in einem neuen Spiel dann in dasselbe Level kommt wie der Spieler des Bonefiles, wird dessen Level wiederhergestellt und man kann gegen diesen als Geist kämpfen und sich im Siegesfall seine Gegenstände schnappen (die jedoch zum Großteil verflucht sind, um das Spiel nicht zu stark zu vereinfachen).

Links:

Screenshots:



OnlineTvRecorder.com (OTR)

OnlineTvRecorder (kurz: OTR) ist ein Dienst, mit dem man sich online TV-Sendungen aufnehmen lassen kann (wie der Name schon sagt).
Das Besondere daran ist, dass der Service vollkommen kostenlos angeboten wird und es mittlerweile eine riesige Community dazu gibt.

OTR ist dabei vollkommen legal, da es nach dem Videorekorder-Prinzip funktioniert.
Man kann sich nur Sendungen herunterladen, deren Aufnahme man auch vor Sendungsbeginn programmiert hat.

Die Verteilung der Dateien erfolgt über direkten Download von OTR (wobei dieser bei besonders hohem Trafficaufkommen ein paar Cent kosten kann), diversen Mirrorseiten oder P2P-Software (BitTorrent oder eMule).
Die Datei die man zum Download bekommt ist dabei noch verschlüsselt, um sicherzustellen, dass nicht jeder einfach so beliebige Aufnahmen runterladen kann (ohne vorher programmierte Aufnahme wäre das nicht mehr legal).
Diese verschlüsselte Datei kann man dann mit einer speziellen Dekodiersoftware (erhältlich für Linux, Mac OSX und Windows) entschlüsseln (WMV Format).

Die Qualität der Aufnahmen entspricht natürlich nicht der originalen TV-Qualität. Mit ca. 250 MB pro Stunde und einer Auflösung von 384x288 (ein Viertel eines PAL Bildes) ist es allerdings immer noch sehr gut.

Weitere nette Features von OTR sind die Buddyliste und die Wishlist.
In die Buddyliste kann man andere OTR-Benutzer hinzufügen und dann mit ihnen Aufnahmen tauschen. Es ist außerdem möglich über eine Suchfunktion Personen zu finden, die eine Sendung aufgenommen haben, wenn man mal vergessen hat, die Aufnahme zu programmieren.
Mit der Wishlist werden automatisch Sendungen aufgenommen, die bestimmte Suchbegriffe im Namen haben, sodass man bestimmte Sendungen nicht immer manuell eingeben muss.

OTR ist ein Service, den ich nur weiterempfehlen kann. Ich selbst nutze ihn auch relativ oft; vor allem, wenn ich bestimmte Serien verpasse, während ich in der Uni bin Eye-wink.
Da OTR sich überwiegend aus Werbeeinnahmen von den Bannern finanziert, sollte man nicht vergessen auch ab und zu mal draufzuklicken und Downloads über Mirrorserver oder P2P-Software nutzen, weil Traffic für die Betreiber das Teuerste am ganzen System ist.

Hier nochmal der Link: OnlineTvRecorder.com

Testbericht SuSE 10.1

Letzten Donnerstag würde vom OpenSuSE-Projekt die Linux-Distribution SuSE Linux 10.1 freigegeben.
Zur Zeit gibt es SuSE 10.1 nur auf 5 CDs (+1 AddOn CD mit non-free Software), wobei für eine minimale Installation die erste CD ausreicht (für eine Desktopumgebung mit KDE oder Gnome braucht man die CDs 1-3).
Am kommenden Donnerstag wird auch eine DVD mit dem Inhalt der 5 CDs bereitgestellt.
Außerdem wird als alternative Downloadmethode auch BitTorrent angeboten (was ich nur empfehlen kann). Siehe hierzu auch die OpenSuSE Downloadseite.

Da ich keine Lust hatte, erst die CDs herunterzuladen und zu brennen, habe ich das Minimal-Installationsimage genommen und alle Pakete die ich gebraucht habe über das Internet installiert.
Sehr beeindruckt hat mich das grafische Bootmenü und der Installer. Seit SuSE 8.0 (meiner allerersten Linux-Distribution) hat sich da doch einiges getan. Ich kann mir gut vorstellen, dass damit auch Anfänger gut zurecht kommen, da die Voreinstellungen des Installers vernünftig sind (ich habe lediglich an der Partitionierung etwas ändern müssen, da er mein gutes altes Debian runterwerfen wollte Cool).
Die Hardwareerkennung war übrigens auch sehr gut (nachträgliches manuelles Frickeln war nur nötig für die Intel WLAN Treiber [da die Firmware der Chips nur unter einer bestimmten Lizenz weitergegeben werden darf] und Suspend-To-Ram).

Nach ca. 3 Stunden (die meiste Zet hat er mit Herunterladen von Paketen verbracht) konnte endlich gebootet werden.

Der Bootmanager sieht sehr schön aus und mein Debian wurde korrekt eingetragen.
SuSE bootet mit einem schlichten Splashscreen, der sich aber mit F2 abschalten lässt, sodass man die bekannten Bootmeldungen sehen kann.
Leider startet SuSE beim Boot ziemlich viel Mist mit, den man selbst nie braucht, für einen stabilen Betrieb aber trotzdem laufen lassen sollte (sonst fängt Yast2 an zu spinnen).
Auch der Start von KDE dauert mindestens doppelt so lange wie bei meinem Debian. Wenn man das auch noch verkraften kann, hat man aber endlich ein echt nettes Linuxsystem vor sich.
KDE ist sehr gut vorkonfiguriert und arbeitet mit SuSE/Yast2 gut zusammen. Das einzige was mich an Yast2 (dem Konfigurationstool von SuSE für Alles) noch stört, ist die extreme Langsamkeit. Das Starten und Pre-/Post-Konfigurieren von Yast2 dauert viel länger als das, was man eigentlich machen will. Wenigstens arbeitet es aber zuverlässig, solange man nicht zuviel manuell in den Konfigurationsdateien herumpfuscht.

Hier sind zwei Screenshots vom laufenden KDE in SuSE 10.1, wie man es nach der Installation erhält:
   

Mein Fazit:
SuSE Linux 10.1 ist vor allem für Einsteiger geeignet, da man sich schnell mit den notwendigen Tools zurechtfindet und alles sehr gut miteinander zusammenarbeitet.
Aber auch andere Anwender, die Wert auf ein zuverlässig arbeitendes System legen, und nicht viel Zeit mit der Administration verbringen wollen, sind bei SuSE gut aufgehoben.
Es war definitiv einen Test für mich wert, da SuSE wirklich ein großartiges Desktop-Linux ist. Trotzdem bleibe ich bei meinem Lieblings-Linux: Debian!!! Cool (.deb und apt sind dort immernoch die Killerargumente Eye-wink)

Testbericht Solaris 10

Sun hat vor kurzem das Betriebssystem Solaris 10 zum kostenlosen Download (nach Registrierung) bereitgestellt.
Da es neben der SPARC- auch eine x86-Version gibt und auf meinem Notebook noch eine kleine 10 GB Partition frei war (eigentlich für Backups vorgesehen Eye-wink), habe ich mich entschieden mal etwas anderes als Linux zu testen (hatte bisher noch kein echtes Unixsystem).

Beim Installieren stieß ich jedoch schon auf kleinere Probleme.
Meine erste (primäre) Partition der Festplatte war eine (Linux-)Swappartition.
Da die Solarisparitionen denselben "Typ" wie (Linux-)Swappartitionen haben (82), wollte der Installer Solaris auf der (viel zu kleinen) Swappartiton installieren anstatt die (freie) vierte primäre Partition zu verwenden.
Also habe ich nach kurzem Überlegen Linux gebootet und mit cfdisk den Typ der Partition auf "Linux" (83) gesetzt und vorsichtshalber noch ext3-formatiert.
Da der Solarisinstaller jetzt keine "Swap/Solaris" Partition mehr gefunden hat, hat er den freien Speicher meiner vierten Partition verwendet.

Der Rest der Installation verlief ohne weitere Schwierigkeiten.
Positiv überrascht war ich von der Hardwareerkennung.
Es wurden sowohl die Grafikkarte als auch Touchpad korrekt erkannt, sodass die Installation dann grafisch (unter X mit 1024x768 Auflösung) erfolgte.

Nach einem Neustart des Systems wurde natürlich der MBR mit einem Solarisbootmanager überschrieben.
Dieser hatte zwar meine Linuxpartition gefunden und eingetragen, jedoch konnte ich von dieser nicht booten (der alte Bootmanager Grub war ja im MBR der Festplatte und nicht im Bootsektor der Partition).
Also habe ich meine Knoppix-CD eingelegt und den alten (um Solaris erweiterten) Bootmanager neu in den MBR geschrieben.
Jetzt war ich wieder in der Lage Debian oder Solaris zu booten.

In den nächsten Tagen habe ich mich mit den Tools von Solaris vertraut gemacht und das System ein bisschen näher kennen gelernt.

Leider wurde meine Netzwerk- und Soundkarte nicht unterstützt, sodass ich mir erst Treiber dafür "ergooglen" musste (siehe [1] bzw. [2]).
Nachdem ich endlich eine Verbindung ins Internet herstellen konnte, habe ich zuerst pkg-get von Blastwave installiert, um eine größere Auswahl an aktuellen Softwarepaketen zu haben.

Nach kurzer Zeit lief dann endlich sogar KDE 3.3.1 (anstatt dem hässlichen CDE) und Firefox 1.0.

Fazit:
Solaris 10 läuft nach kleineren Problemen sehr stabil und kann alles, was man sich von einem Desktopsystem wünscht (Staroffice 7 ist übrigens auch dabei).
Nicht so gut gefallen haben mir das Paketmanagement (nichts ist so genial wie Debians apt-get Eye-wink) bzw. die Auswahlmöglichkeiten und Aktualität der mitgelieferten Software (was durch das Communityprojekt Blastwave zum Glück ausgegelichen wird).
Ansonsten gibt es zu Linux kaum größere Unterschiede (zumindest konnte ich in der kurzen Testzeit von paar Tagen nicht allzu viel feststellen).

Links:
Screenshot von meinem Solarissystem mit KDE
Offizielle Webseite von Solaris
Softwarepakete von der Community für Solaris
KDE unter Solaris

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