![]()
Dieses Wochenende habe ich mich ein bisschen mit J2ME (Java für mobile Geräte) beschäftigt und dabei auch Eclipse besser kennengelernt, was ich bisher eher selten verwendet habe.
Es ist gar nicht so kompliziert Java-Programme fürs Handy zu schreiben wie ich mir das vorher vorgestellt habe.
Herausgekommen ist dann ein einfacher Tetris-Klon, der sich aber an die Originalspezifikation hält. Laufen sollte er auf allen Handys die MIDP 2.0 unterstützen (1.0 konnte ich nicht testen).
Weitere Informationen und Downloadlinks gibt es auf einer eigenen Seite. Dort kann es auch im Browser getestet werden, falls Java-Unterstützung vorhanden ist.
TetrisME ist ein Tetris-Klon für mobile Geräte mit Unterstützung der Java Micro Edition (J2ME) (weitere Voraussetzung ist MIDP 2.0; möglicherweise funktioniert es auch mit MIDP 1.0, das konnte ich jedoch nicht testen) und mein erstes J2ME Midlet. Der Sourcecode steht natürlich unter einer freien Lizenz (GPL v2 oder neuer) und darf nach Belieben verändert und weitergegeben werden
(Download weiter unten).
Zum Entwickeln habe ich Eclipse mit EclipseME Plugin und das Sun Java Wireless Toolkit verwendet.
Getestet wurde TetrisME auf einem Sony Ericsson W810i Handy und im Emulator des Sun WTK.
Hoch / 2 : Block drehen Runter / 8 : Block nach unten schießen Links / 4 : Block nach links bewegen Rechts / 6 : Block nach rechts bewegen Raute (#) : Vollbildmodus umschalten (Menu ein-/ausblenden)
Hier kann das Spiel im Browser getestet werden: (powered by MicroEmulator)
Links:
Eine kurze Vorstellung und Screenshots von NetHack gibt es in diesem Bericht (ist allerdings schon etwas älter) oder auf Wikipedia.
Mittlerweile spiele ich meistens auf einem öffentlichen Server, da die Spiele dort mit ttyrec aufgezeichnet und Logs erstellt werden. Außerdem gibt es dort eine Highscoreliste und man findet im Spiel öfter Gräber von anderen Spielern und kann dadurch an gute Items kommen.
Statistik der Spiele, die ich bis zum Ende geschafft habe.
= Dumplog (ASCII),
= TTYREC Aufnahmen (zum Anschauen wird ttyplay benötigt)
Jedes Jahr im November findet das /dev/null/nethack Tournament statt. Meine erreichten Trophäen aus den Jahren 2007 und 2008:
NH 3.4.3L D Deki-Val/Wiz-Hum-*-!Cha HP:150 Pw:100 AC:-10
[+ )++ i+ 2- P S+ D++ p-- $ t+ s W+ E- PS-- PP-
G+ C- I++ Ps+ @W(10)dtw N !Y X+ So- Sp++ !sb wb-
Ryzom ist ein Science-Fantasy MMORPG (Mehrspieler-Rollenspiel), dessen Engine bereits vom französischen Entwicklerstudio Nevrax unter der GPL freigegeben wurde.
Gegen Nevrax wurde allerdings vor kurzem ein Insolvenzverfahren eingeleitet.
Das Projekt The Free Ryzom Campaign hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, genug Spendenzusicherungen zu sammeln um den kompletten Sourcecode und Spieldaten aufzukaufen und unter einer freien Lizenz (GPL) zu veröffentlichen.
Ein ähnliches Projekt war bereits erfolgreich. Das 3D-Modellierungsprogramm Blender wurde 2002 von der OpenSource Community für 100.000 Euro aufgekauft und unter die GPL gestellt.
Wäre cool, wenn Ryzom irgendwann einmal frei verfügbar wäre und dadurch auch eine Linux-Portierung ermöglicht wird.
[via: Uwe Hermann ]
Update: Mittlerweile hat auch Golem darüber berichtet. Dort gibt es weitere Informationen.
Update 2 (14.12.2006): Die Free Software Foundation hat dem Free-Ryzom gestern eine Spende über 60.000$ zugesichert.
NetHack ist ein relativ altes Rollenspiel, das meistens auf einem ASCII-Interface gespielt wird (siehe Screenshots im Anhang).
Ziel des Spiels ist das Erkunden eines Dungeons und das Finden des Amulet of Yendor.
NetHack ist das komplexeste Spiel, das ich kenne. Angeblich hat das DevTeam (Entwickler von NetHack) wirklich an jede Kleinigkeit gedacht, weshalb es praktisch unmöglich ist wirklich alles zu entdecken. Man erlebt bei jedem Spiel immer wieder neue Überraschungen.
Außerdem ist bei jedem Zug der Zufallsgenerator aktiv. Fast jedes Level des Dungeons wird (innerhalb eines bestimmten Rahmens) völlig zufällig generiert. Auch das Auftreten von Gegenständen und Monstern ist komplett vom Zufall gesteuert. Dadurch wird jedes neue Spiel einzigartig und es wird nur selten langweilig (auch wenn man mal stirbt und deswegen von vorne beginnen muss).
Bei NetHack ist der Schwierigkeitsgrad überwiegend vom Spielcharakter abhängig. Für Einsteiger wird oft eine Walküre empfohlen, da diese die stärksten Charaktere sind und mit einem guten Anfangsinventar starten. Fortgeschrittene Spieler können sich auch schon an Charaktere wagen, die nicht ganz so stark sind, aber die Magie beherrschen. Daneben gibt es auch noch Charaktere die weder stark sind, noch gute Zauberfähigkeiten haben und nur ein schlechtes Anfangsinventar. Wer damit NetHack durchspielen kann, der darf sich dann auch Profi nennen. Das wird für mich aber noch ein weeeeeiter Weg
.
Am 4. Dezember 2005 habe ich es endlich zum ersten Mal geschafft, das Amulett zurück zu bringen (Ascension mit Val-Hum-Fem-Law), obwohl ich vorher auch schon viele Monate gespielt habe.
Bis heute ist es mir nicht mehr gelungen, das zu wiederholen
.
Weitere Details zu meiner ersten Ascension gibt es im Dumplog.
Man muss NetHack natürlich nicht mit dem ASCII-Interface spielen, sondern kann auch eines von vielen grafischen Frontends nutzen (z.B. noegnud). Allerdings macht es wirklich viel mehr Spaß nur im Textmodus zu spielen, da es einfach übersichtlicher ist (man hat eine gesamte Ebene im Blick und sieht sofort irgendwelche Veränderungen) und man dadurch viel schneller spielen kann, und keine Grafik je so gut sein wird, wie die eigene Fantasie
.
NetHack ist zwar nicht Multiplayerfähig, es gibt aber eine Möglichkeit das Spiel über sog. Bonefiles von anderen Spielern zu beeinflussen. Wenn ein Spieler stirbt, wird in bestimmten Situationen ein Bonefile angelegt, das das gesamte Level zum Todeszeitpunkt des Spielers inklusive der darin enthaltenen Monster und Gegenstände abspeichert.
Die Bonefiles können beliebig mit anderen Spielern getauscht werden. Wenn man in einem neuen Spiel dann in dasselbe Level kommt wie der Spieler des Bonefiles, wird dessen Level wiederhergestellt und man kann gegen diesen als Geist kämpfen und sich im Siegesfall seine Gegenstände schnappen (die jedoch zum Großteil verflucht sind, um das Spiel nicht zu stark zu vereinfachen).
Links:
Screenshots:

