Software

Songbird 1.0 angetestet

Nachdem vor kurzem der auf Mozilla-Technologie basierende Mediaplayer Songbird 1.0 erschienen ist, habe ich ihn heute ein wenig getestet.
Das Standarddesign erinnert ein wenig an iTunes, was mir persönlich nicht so gefällt. Songbird lässt sich allerdings leicht anpassen, sodass ich eine Amarok-ähnliche Listendarstellung der Playlist ausgesucht habe. Auf der Addon-Seite gibt es weitere Ansichten und Designs, die sich direkt aus Songbird heraus installieren lassen.
Da Songbird viel mit Firefox gemeinsam hat, kann man im Player neue Tabs öffnen und Webseiten aufrufen. Außerdem lässt er sich auch durch Addons erweitern (z.B. Adblock).

Positiv überrascht war ich von der Geschwindigkeit von Songbird. Meine Musik wurde um einiges schneller erfasst als von Amarok.
Mit dabei sind auch Unterstützung von last.fm und die Anzeige von kontextbezogenen Informationen zum aktuell gespielten Stück (Beschreibung des Interpreten, Bilder mit Slideshow, Videos).
Ein cooles Feature ist auch, dass Songbird Mediendateien in RSS-Feeds (z.B. von Podcasts) erkennt, direkt in einer Liste anzeigt und die Dateien zum Download anbietet.

Was mir bei Songbird allerdings noch fehlt, ist eine Warteschlange in die man Lieder der Playlist einreihen kann, sodass diese als nächstes gespielt werden (anstatt die Playlist von oben nach unten oder zufällig durchzugehen). Auch Unterstützung des Systemtray wäre nicht schlecht, da so nur unnötig Platz in der Fensterleiste verschwendet wird.


iTunes-ähnliches Auswahlmenü


listenartige Playlist und Slideshow


Addonseite in integriertem Browser


Anzeige von Podcasts

Songbird hat viel mehr Features als ich vorher immer gedacht habe und läuft sehr stabil. Es ist eine echte Alternative zu Amarok, iTunes und Co.
Ich bleibe jedoch weiterhin bei Amarok, da ich mich daran gewöhnt habe und es doch ein bisschen mächtiger ist. Demnächst (hoffentlich noch dieses Jahr) müsste Amarok 2.0 erscheinen, ein kompletter Rewrite für KDE4. Darauf bin ich schon richtig gespannt.

Das Highlight des Sommers!

Die Fußball-EM? Nein! Firefox 3 ist endlich da!

Neben verbesserter Performance (vor allem im Speicherverbrauch und der JavaScript Geschwindigkeit), besserer Benutzerfreundlichkeit und höherer Sicherheit hat sich auch einiges an der Oberfläche getan.
Die Adressleiste (mittlerweile als "Awesome Bar" bekannt) bekam eine "intelligente" Suchfunktion, die während der Eingabe die History und Lesezeichen durchforstet. Dabei berücksichtigt sie neben der URL auch den Titel, selbst definierte Tags und die Besuchshäufigkeit der einzelnen Seiten.
Große Veränderungen gab es auch bei den Lesezeichen. Der Manager wurde benutzerfreundlicher und die Lesezeichen lassen sich nach verschiedenen Kriterien sortieren (letztes Besuchsdatum, zuletzt hinzugefügt, nach Tags sortiert, etc.) und auf unterschiedliche Arten anzeigen.
Zu den (meiner Meinung nach) nicht so wichtigen, aber auch ganz netten Features gehört u.a., dass der Downloadmanager endlich auch unterbrochene Downloads fortsetzen kann. Außerdem lassen sich andere Protokolle an Webanwendungen binden, anstatt wie bisher nur an installierte Programme (-> mailto: Links lassen sich so z.B. direkt in einem Webmailer öffnen).

Der Grund wieso ich Beta-Versionen von Firefox 3 schon seit längerer Zeit auf meinem EeePC laufen habe, ist die neue Zoom-Funktion. Anstatt wie bisher nur die Schriftgröße anzupassen, wird die gesamte Seite inklusive eingebetteten Inhalten (Bildern, Flashvideos) skaliert.






PS: Heute wurde auch Wine 1.0 veröffentlicht.

Videobearbeitung mit Avidemux

Avidemux ist ein freies und plattformunabhängiges Videoschnittprogramm (läuft unter Linux, Mac OSX und Windows).
Ich habe es gestern zum ersten Mal richtig verwendet um meine TV-Aufnahmen von OnlineTvRecorder.com zu verbessern. Es ist intuitiv bedienbar, auch wenn man kein Experte in Videobearbeitung ist (so wie ich), sodass man sehr schnell zu Ergebnissen kommt.

Unterstützt werden alle gängigen Codecs und Containerformate, da u.a. auf die Fähigkeiten von FFmpeg zurückgegriffen wird, sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben.

Nach dem reinen Entfernen von Werbung und überflüssigen Aufnahmepuffern an Anfang und Ende wurde die Dateigröße der Aufnahme von Star Wars Episode V - Das Imperium schlägt zurück von 1006 MB auf 450 MB verringert (ohne Umcodierung!)
Avidemux hat außerdem noch sehr nützliche Filter (u.a. vom Mplayer-Projekt übernommen), mit denen es z.B. möglich ist, das Senderlogo oder die schwarzen Balken zu entfernen. Das Anwenden dieser Filter ist übrigens auch sehr einfach: man wählt in einer nach Kategorie sortierten Liste den gewünschten Filter (der mit einer kleinen Beschreibung versehen ist) aus; über einen Konfigurationsdialog nimmt man weitere Einstellungen wie z.B. die Position und Größe des Senderlogos vor (wobei man sich an einem Kästchen im Vorschaubild orientieren kann).

Am Ende der Bearbeitung wählt man noch den gewünschten Video- und Audio-Codec aus und muss nur noch abspeichern, um mit dem Neucodieren zu beginnen (einfaches Rausschneiden von Bildern/Szenen erfordert kein neues Codieren und geht sehr zügig; beim Anwenden von Filtern dagegen ist das nicht vermeidbar). Nach ca. 1,5 Stunden Umcodierung hatte ich endlich das Endergebnis: einen Film ohne Werbeunterbrechnung und ohne störendes Senderlogo (das überraschend gut herausgerechnet wurde) mit gerade mal 371 MB am Ende (obwohl die Qualität gleich geblieben ist).

Was mir an Features noch fehlt, wäre eine automatische Werbeerkennung (z.B. über den Wechsel vom 16:9 ins 4:3 Format).
Es gibt allerdings auch Funktionen die ich noch nicht getestet habe, aber auch sehr nützlich sind: Berechnung der resultierenden Dateigröße vor dem Codieren; automatische Reduzierung der Qualität oder Aufteilen auf mehrere Dateien bis eine bestimmte Größe erreicht wird (CDs, DVDs, ...); Umwandeln ins (S)VCD oder DVD-Format.

In Zukunft werde ich Avidemux auf jeden Fall noch öfter benutzen.

Siehe auch: Wikipedia über Avidemux

freie Virtuelle Maschine: VirtualBox

Innotek hat die Virtualisierungslösung VirtualBox unter der GPL freigegeben. Die Software läuft auf Linux und Windows Gastsystemen und kann Linux (ab 2.4), Windows und verschiedene Unix-Derivate (*BSD, Solaris) hosten. Es lässt sich sowohl per Konsole steuern und ist daher auch zum Einsatz auf Servern geeignet, als auch mit einer leicht bedienbaren GUI, die die komplette Verwaltung der Maschinen übernimmt.

Getestet habe ich es bereits unter Debian mit Kernel 2.6.19.
ReactOS (der freie Windows NT Klon) wollte leider nicht booten (Install- und Live-CD). Mit Knoppix (5.1) war ich jedoch direkt erfolgreich und von der Geschwindigkeit positiv überrascht. Auf dem Hostsystem war kein Anstieg der Last sichtbar und auch auf mein Netzwerk konnte ich sofort zugreifen.

Fazit: VirtualBox ist nach der Installation sofort benutzbar und überzeugt mit guter Performance und einer komfortablen GUI.

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