Linux

Wake on LAN unter Debian

Vor einiger Zeit hat Wake on LAN (WoL) unter Debian problemlos funktioniert. Anscheinend gab es aber Änderungen am Powermanagement, sodass die Netzwerkkarte beim Herunterfahren jetzt auch komplett abgeschaltet wird.
Um die Netzwerkkarte aktiv zu halten genügt der folgende Eintrag in der Datei /etc/default/halt:

NETDOWN=no

Die Netzwerkkarte selbst bringt man mit ethtool in den WoL-Modus. Damit lässt sich auch einstellen ob der Rechner bei beliebiger Netzwerkaktivität hochgefahren wird oder nur bei Empfang eines Magic Packets. Mit folgendem Eintrag in der /etc/network/interfaces wird WoL (mit Magic Packet Trigger) für das angegebene Device aktiviert:

iface eth0 inet dhcp
        pre-down ethtool -s eth0 wol g

Danke ans VDR-Wiki für die Hinweise [1] [2].

Debian 5.0 ist da

Eine neue stabile Version von Debian GNU/Linux mit dem Codenamen Lenny (Version 5.0) wurde heute veröffentlicht.
Der neue Testing-Zweig (und damit das nächste stabile Release) wird den Codenamen Squeeze (natürlich auch eine Toy Story-Figur) tragen.

Was es alles an Neuerungen gibt ist bereits ausführlich auf den unten stehenden Links beschrieben (inkl. Screenshots und Video).
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass u.a. KDE 4, Amarok 2 und OpenOffice 3 endlich vom experimental in den unstable Zweig wandern und dadurch von wesentlich mehr Nutzern getestet werden.

Links:

ASUS EeePC

Seit fast 3 Wochen habe ich jetzt den ASUS EeePC, ein superportables Subnotebook mit 7" Display und einem Gewicht von unter einem Kilogramm.

Die 3 E stehen hierbei für Easy to Learn, Easy to Work, Easy to Play (einfach lernen, einfach arbeiten, einfach spielen). ASUS hat sich viel Mühe gegeben, eine möglichst einfach zu bedienende Oberfläche zu entwerfen. In verschiedenen Kategorien (Internet, Arbeiten, Lernen, Spielen, Einstellungen, Favoriten) werden große Icons mit aussagekräftigen Bezeichnungen angezeigt (Web, E-Mail, Dokumente, etc.), anstatt wie üblich den Namen der Anwendung anzugeben (was vielen Anfängern oft nichts sagt). Als Basis wird die Linux-Distribution Xandros verwendet (die wiederum auf Debian basiert), die auch großen Wert auf einfache Bedienbarkeit legt und das Erscheinungsbild der Oberfläche und manchen Programmen (z.B. dem Dateimanager) dem von Windows angepasst hat.

Da der EeePC auch als Einstiegscomputer (z.B. für Kinder) geeignet ist, wurde auch darauf geachtet ihn nicht zu teuer zu machen. Die erste in Deutschland erhältliche Version wird zum Preis von 299 Euro angeboten, was vor allem durch die Auswahl älterer und günstigerer Hardwarekomponenten ermöglicht wird. Ausgestattet ist er unter anderem mit einem Intel Celeron-M Prozessor mit 900 MHz, 512 MB Arbeitsspeicher und einer 4 GB "großen" Solid State Disk. Diese haben eine wesentlich geringere Zugriffszeit, einen niedrigeren Stromverbrauch und sind robuster als normale Festplatten und sind daher optimal für den mobilen Einsatz geeignet (mit dem Nachteil des wesentlich geringeren Speicherplatzes). Bei Speichermangel kann man jedoch auf externe Festplatten (3 USB Schnittstellen vorhanden), USB-Sticks oder MMC/SD(HC) Karten zurückgreifen.
Das 7" LCD hat eine Auflösung von 800×480 Pixeln (Widescreen), es lässt sich jedoch ein externer Monitor mit einer Auflösung bis zu 1600×1280 Pixeln anschließen.
Ansonsten sind noch ein Ethernet-Anschluss (10/100 MBit), eine WLAN Karte (IEEE 802.11g, bis zu 54 MBit), eine 0,3 Megapixel Webcam und ein Mikrofon (sowie Mikrofon- und Lautsprecher Ein-/Ausgang) vorhanden.

An Software ist bereits das wichtigste für mobiles Arbeiten vorinstalliert: OpenOffice, Firefox, Thunderbird, ein Instant Messenger (Pidgin) und ein PDF-Reader (natürlich ist noch viel mehr drauf und weitere Software lässt sich bequem über die Paketverwaltung nachinstallieren). OpenOffice wird allerdings nur in Version 2.0 mitgeliefert, weshalb ich das auf 2.3 geupgradet und eine Beta-Version von Firefox3 installiert habe.
Die neue Firefox Version ist besser für kleine Displays geeignet, da eine verbesserte Zoom-Funktion implementiert wurde. Während bei der alten Version lediglich die Schriftgröße änderbar war, ist es nun möglich das gesamte Layout inklusive Bildern und eingebetteten Inhalten wie Flashvideos zu vergrößern/verkleinern. Im Vollbildmodus kann man so auch auf dem EeePC noch ganz gut surfen.

Haupteinsatzgebiet meines EeePC ist die Uni und löst dort damit mein altes Fujitsu-Siemens Notebook ab. Zum Recherchieren im Internet , Bearbeiten von Übungsaufgaben oder Verfolgen von Vorlesungsskripten (oder Frozen Bubble spielen Eye-wink) ist der EeePC optimal geeignet (der Akku hält auch relativ lange durch; hab jedoch noch nicht genau die Laufzeit gemessen).

Als nächstes lege ich mir noch eine 16 GB SDHC Karte zu um etwas mehr an Software und anderen Daten drauf haben zu können.

Und hier sind noch ein paar Bilder vom EeePC:

Weitere Informationen:

Erster Eindruck von KDE 4.0

Letzten Freitag wurde die erste Version der neuen KDE Generation 4 veröffentlicht.
Im experimental Zweig von Debian gibt es bereits fertige Pakete, also habe ich mir übers Wochenende die neue Version mal angeschaut.

In KDE4 ist erstmals ein Hardware beschleunigter Windowmanager (ähnlich Compiz) integriert, sodass u.a. echte Transparenz, Schattierungen und Live-Previews der Fenster in Taskleiste und Taskswitcher möglich sind.
Eine andere große Neuerung ist Plasma, das es ermöglicht Widgets (Plasmoids) direkt auf dem Desktop laufen zu lassen (z.B. Uhr, Notizen, Statusanzeigen, etc.). Zu den weiteren Änderungen zählen der neue Dateimanager Dolphin, ein verbesserter PDF-Viewer okular (unterstützt mehr Formate) und ein übersichtlicheres und durchsuchbares Startmenü.
Außerdem startet die neue Version spürbar schneller und soll weniger Speicher als der Vorgänger verbrauchen (letzteres habe ich nicht überprüft).

Leider ist dieser erste Release noch ein bisschen verbuggt und es fehlen ein paar alte Features (wie z.B. ein CPU/Netzwerk Monitor in der Taskleiste).
Debian hat mir beim Installieren KDE 3 runtergeworfen, sodass manche Programme die noch nicht zu KDE 4 portiert worden nicht mehr laufen (u.a. Amarok und K3B). Das liegt aber wahrscheinlich nur an den experimental Paketen und wird hoffentlich demnächst gefixt.

Insgesamt gefällt mir die neue Generation sehr gut (vor allem der neue Oxygen-Style und die Plasmoids), obwohl ich nach dem großen monatelangen Hype etwas mehr erwartet hatte.

Und hier sind noch ein paar Screenshots (aufs Bild klicken): (zur Zeit sind dort leider keine Originalgrößen verfügbar, wird hoffentlich demnächst gefixt)

Weitere Informationen:

Filme über Linux und GNU

Vor kurzem bin ich im Internet Archive auf eine Dokumentation gestoßen, die ich vor Jahren mal gesehen habe: Codename: Linux.
Darin geht es um die Entstehungsgeschichte von Linux und das GNU-Projekt.

Eine weitere Dokumentation mit ähnlichen Inhalten (allerdings nur in Englisch verfügbar) ist Revolution OS.

Beide Filme enthalten zahlreiche Interviews mit bekannten Linux-Entwicklern und den Initiatoren der OpenSource-Bewegung (u.a. Linus Torvalds, Richard Stallman, Eric S. Raymond) und geben einen interessanten Einblick in die Anfänge von GNU und Linux.

Apropos Richard Stallman... Hier gibt es ein Video in dem er den Free Software Song singt. Cool

Inhalt abgleichen