SanDisk Sansa Clip+

Da mein alter iPod (5G, 30 GB) langsam den Geist aufgibt, wurde es Zeit für einen neuen Mediaplayer. Entschieden habe ich mich für den SanDisk Sansa Clip+ (2 GB).
Das ist einer von sehr wenigen Playern auf dem Markt, die auch die Features haben, die mir bei einem Mediaplayer (natürlich neben ordentlichem Klang) wichtig sind, nämlich:

Weitere Pluspunkte für den Clip+ waren die Mini-USB Schnittstelle (im Gegensatz zu dem proprietären Mist bei vielen anderen Geräten) und ein microSD(HC)-Slot. Ganz nett sind auch die Podcast/Hörbuch Unterstützung (er merkt sich, wann man mit Hören aufgehört hat) und ein eingebautes Radio; wobei ich diese eher weniger nutzen werde, und sie auch kein Kaufargument waren.

Was ich leider noch etwas vermisse, ist last.fm-Unterstützung (Protokollieren der abgespielten Lieder) und ein ordentliches Dateisystem ($@!%# FAT erlaubt keine : und ? in Dateinamen *facepalm*). Aber da es sogar eine Rockbox-Portierung für den Clip+ gibt, könnte ich die beiden Nachteile damit auch noch beseitigen.

Eine weitere ausführlichere Bewertung des Clip+ mit mehr Bildern gibt es bei anythingbutipod.

Update: Wegen einer Lautstärkeregelung der EU ist der Player im Freien sogar mit maximaler Lautstärke zu leise, wenn man Europa als Region gewählt hat. Ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen und die Auswahl von Nordamerika behebt dieses Problem. Smiling

I/O Analyse

Die Festplatten in meinem Dateiserver sind so eingestellt, dass sie nach einer bestimmten Dauer an Inaktivität (60 Sekunden5 Minuten) in Standby wechseln. Seit einiger Zeit sind sie jedoch sehr häufig aktiv bzw. fahren gar nicht mehr herunter. Und da auf dem Server einige Dienste und VMs laufen, konnte ich nicht gleich den Übeltäter finden.
Dann habe ich aber herausgefunden, dass iotop auch einen Batchmodus besitzt, um das I/O Verhalten mitzuloggen:

iotop -tobqqq

(Standardmäßig überwacht es das ganze System, man kann damit aber auch einzelne Prozesse oder nur bestimmte Benutzer beobachten)

Es hat sich herausgestellt, dass Samba (bzw. der nmbd) verantwortlich für die vielen Zugriffe war (der noch gar nicht lange darauf läuft, hätte ihn schon früher verdächtigen müssen Eye-wink). Mit strace -p $pid und /proc/$pid/fd/ konnte ich dann genau feststellen, auf welche Dateien nmbd ständig zugreift. Da es nur ein paar unwichtige Datenbanken in /var/run/samba waren, habe ich das Verzeichnis einfach in den RAM verschoben. Problem gelöst! Smiling

EncFS automatisch mounten

EncFS verschlüsselt Verzeichnisse über FUSE. Es ermöglicht normalen Benutzern Dateien an beliebigen Orten sicher abzulegen, ohne dass eine verschlüsselte Partition vorhanden sein muss.

Wie man ein Verzeichnis aber über /etc/fstab automatisch einhängen und dabei eine Schlüsseldatei zum Entschlüsseln verwenden kann war etwas schlecht dokumentiert.
Deshalb hier kurz zusammengefasst:

  1. Schlüssel generieren:
    dd if=/dev/urandom of=/path/to/keyfile bs=1k count=2
  2. EncFS anlegen:
    encfs --extpass="cat /path/to/keyfile" /encrypted /decrypted
  3. Wrapperscript anlegen:
    #!/bin/sh
    KEYFILE=/path/to/keyfile
    /usr/bin/encfs --extpass="cat $KEYFILE" $*

    (es können auch weitere Parameter wie --public angegeben werden)

  4. In /etc/fstab eintragen:
    /path/to/encfs_wrapper.sh#/encrypted /decrypted fuse defaults,kernel_cache 0 0

Wichtig: Der Schlüssel sollte natürlich an einer sicheren Stelle gespeichert werden, sonst macht das EncFS wenig Sinn. Bei mir liegt er auf einer verschlüsselten Partition, die vorher schon per Passphrase entsperrt wurde.

Snowblind

Snowblind ist ein in Deutschland produzierter Low-Budget-Film, der von den Machern als "postapokalyptischer Spaghettiwestern" bezeichnet wird. Er wurde mit Communityhilfe über Wreckamovie produziert, ist seit kurzem fertiggestellt und kann kostenlos runtergeladen/angeschaut werden.

Für das geringe Budget ist es wirklich ein netter Film geworden. Gedreht wurde ausschließlich vor Greenscreens, was man leider manchmal deutlich merkt. Er enthält allerdings auch ein paar sehr schöne (von der Community aufgenommene) Winterlandschaften.
In der Postproduktion haben sie etwas übertrieben mit dem künstlich eingefügten Schnee (teilweise sogar in Gebäuden) und dem Alter-Film-Effekt (Risse/Staub auf Filmrolle). Andere Spezialeffekte (wie z.B. die Zeitlupen) haben dafür aber ganz gut gewirkt und Abwechslung in den ansonsten eher langsamen (nicht langweiligen!) Film gebracht. Auch der Soundtrack passt sehr gut zu einem Western.

Zur Story (die stark von Amore, piombo e furore inspiriert wurde) will ich nicht so viel verraten, außer dass ein Revolverheld im Augenblick vor seiner Hinrichtung noch eine Chance bekommt und einen Mordauftrag erhält, der ihm jedoch nicht so leicht fällt, wie zuerst erwartet. Wer Western mag und den das etwas ungewöhnliche Schneesetting nicht stört, wird der Film gefallen. Wenn man das geringe Budget berücksichtigt, ist es ein wirklich guter Film geworden.

Links:

SSHFS

OpenSSH ist ja bekanntlich ein ziemlich cooles Werkzeug. Mit scp / sftp lassen sich darüber sogar auf sichere Weise Dateien übertragen.
SSHFS ist eine darauf aufbauende Erweiterung von FUSE, die es ermöglicht, entfernte Verzeichnisse lokal einzubinden ohne dass der Server speziell konfiguriert werden muss (es wird nur OpenSSH mit aktiviertem sftp-Subsystem benötigt, was standardmäßig der Fall ist). Es ist damit eine gute Alternative zu NFS, die auch problemlos über das Internet funktioniert und Authentifizierung und Verschlüsselung gleich mitliefert.

Ein Verzeichnis einzubinden ist relativ einfach (wobei der ausführende Benutzer FUSE-Rechte benötigt):

sshfs user@server:/absolute/remote/path /local/path -o options

Der Parameter -o ist optional und gibt einem feinere Einstellungsmöglichkeiten wie z.B. schreibgeschütztes Einbinden (ro) oder performantere/schwächere Datenverschlüsselung (Cipher=arcfour).
Das Verzeichnis lässt sich mit fusermount -u /local/path wieder aushängen.

Probleme hatte ich damit bisher nur, wenn die Verbindung abgebrochen ist und trotzdem noch aufs Verzeichnis zugegriffen wurde (was zum Glück nicht oft passiert), dann blockieren die Prozesse für längere Zeit oder werden zu Zombies Smiling (ähnliche Probleme gibt es aber auch bei NFS).

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